Ein Lauf mit…

Was haben Sport und Kreativität gemeinsam?
Ein Gespräch mit NOW-Kreativdirektor Oliver Hofen.

Herr Hofen, waren Sie  heute schon glücklich?
Ja. Es war der Moment, als die Sonne aufging und ich meinen Espresso genoss.

Wir hatten fest mit der Antwort „Heute nach dem Laufen“ gerechnet . . .
Das Laufen hilft mir dabei, runterzukommen. Früher habe ich Handball gespielt und war in einem Leichtathletik-Verein. Der Sport hat mir schon immer ein gutes Gefühl gegeben.

Gibt es Gemeinsamkeiten von Sport und Kreativität?
Beim Laufen gibt es eine Zielvorgabe, an die taste ich mich heran: erst fünf Kilometer, dann zehn Kilometer und so weiter. Die Motivation, die Distanz langsam zu steigern, ist dabei ein wichtiger Faktor. Kreativität funktioniert ähnlich. Für ein gutes Ergebnis benötige ich eine innere  Motivation, kombiniert mit  einer hohen Frustrationstoleranz, die mir dabei hilft, Widerstände zu bewältigen.

Klingt einfach . . .
. . . ist es aber nicht. Wenn ich zielgerichtet kreativ sein will, muss ich auch Wissen und handwerkliches Können mitbringen. Kreative Entwicklungen sind nur möglich, wenn ich alte Ordnungen kenne, in Frage stelle und neu formiere.

Worauf kommt es bei guter Gestaltung an?
Da gibt es keine Musterlösungen. Spannend ist doch: Für wen? Zu welchen Themen? Für welchen Zweck? Gut ist relativ. Die Gestaltung, egal wie schön sie aussieht, dient dazu, Inhalte zu transportieren. Für mich, für meinen Anspruch, ist gute Gestaltung Inhalt mit Leidenschaft und eine bodenständige Perspektive, ohne dabei blind dem Zeitgeist hinterherzurennen. Anders gesagt: Gut ist einfach das, was wirkt!

Sie haben volontiert und als Redakteur gearbeitet. Warum haben Sie die Seiten gewechselt?
Ich war Sportredakteur, Pressesprecher und Redaktionsleiter. Ich habe immer Neues ausprobiert. Stillstand ist nichts für mich. Dann habe ich mich mit Zeitungsdesign beschäftigt und weitergebildet. Das hilft mir heute beim ganzheitlichen Lösungsansatz.

Hand aufs Sportlerherz: Bringt es Unternehmen wirklich etwas, ein eigenes Kunden- oder Mitarbeitermagazin zu produzieren?
Ja, weil beide ein nützliches Instrument innerhalb der Kommunikation sind, mit dem man verschiedene Unternehmens- und Marketingziele ansteuern kann. Zum Beispiel den Aufbau von Wissen über Produkteigenschaften oder die Verbesserung des Unternehmensimage.

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